Wortbetrachtung 

Aus dem Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeinde für das Jahr 2025 und den heutigen Tag

Lukas 1,67-79

Der Lobgesang des Zacharias
[67] Und sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt, weissagte und sprach: [68] Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk [69] und hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils im Hause seines Dieners David [70] – wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten –, [71] dass er uns errettete von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, [72] und Barmherzigkeit erzeigte unsern Vätern und gedächte an seinen heiligen Bund [73] und an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben, [74] dass wir, erlöst aus der Hand unsrer Feinde, [75] ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen. [76] Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest [77] und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden, [78] durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe, [79] damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.


Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
https://www.die-bibel.de/bibel/LU84/LUK.1.67-LUK.1.79

1. Korinther 4,1-5

Kein Recht zum Richten
[1] Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse. [2] Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden. [3] Mir aber ist’s ein Geringes, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gericht; auch richte ich mich selbst nicht. [4] Ich bin mir zwar nichts bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist’s aber, der mich richtet. [5] Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen. Dann wird einem jeden von Gott sein Lob zuteilwerden.


Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
https://www.die-bibel.de/bibel/LU84/1CO.4.1-1CO.4.5

Jesaja 40,1-11

Des HERRN tröstendes Wort für sein Volk
[1] Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott. [2] Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat doppelte Strafe empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden. [3] Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! [4] Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden; [5] denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat’s geredet. [6] Es spricht eine Stimme: Predige!, und ich sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. [7] Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des HERRN Odem bläst darein. Ja, Gras ist das Volk! [8] Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich. [9] Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott; [10] siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen. Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her. [11] Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.


Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
https://www.die-bibel.de/bibel/LU84/ISA.40.1-ISA.40.11

Lukas 3,1-20

Johannes der Täufer
[1] Im fünfzehnten Jahr der Herrschaft des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter in Judäa war und Herodes Landesfürst von Galiläa und sein Bruder Philippus Landesfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis und Lysanias Landesfürst von Abilene, [2] als Hannas und Kaiphas Hohepriester waren, da geschah das Wort Gottes zu Johannes, dem Sohn des Zacharias, in der Wüste. [3] Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, [4] wie geschrieben steht im Buch der Reden des Propheten Jesaja Jes 40,3-5 : »Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben! [5] Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden; und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden. [6] Und alle Menschen werden den Heiland Gottes sehen.« [7] Da sprach Johannes zu der Menge, die hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Ihr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? [8] Seht zu, bringt rechtschaffene Früchte der Buße; und nehmt euch nicht vor zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. [9] Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. [10] Und die Menge fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? [11] Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer zu essen hat, tue ebenso. [12] Es kamen auch die Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? [13] Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! [14] Da fragten ihn auch die Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold! [15] Als aber das Volk voll Erwartung war und alle dachten in ihren Herzen von Johannes, ob er vielleicht der Christus wäre, [16] antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, dass ich ihm die Riemen seiner Schuhe löse; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. [17] In seiner Hand ist die Worfschaufel, und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen. [18] Und mit vielem andern mehr ermahnte er das Volk und verkündigte ihm das Heil. [19] Der Landesfürst Herodes aber, der von Johannes zurechtgewiesen wurde wegen der Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen alles Bösen, das er getan hatte, [20] fügte zu dem allen noch dies hinzu: er warf Johannes ins Gefängnis.


Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
https://www.die-bibel.de/bibel/LU84/LUK.3.1-LUK.3.20

Lukas 1,46-55

Marias Lobgesang
[46] Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, [47] und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes; [48] denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. [49] Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. [50] Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten. [51] Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. [52] Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. [53] Die Hungrigen füllt er mit Gütern
und lässt die Reichen leer ausgehen. [54] Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, [55] wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.


Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
https://www.die-bibel.de/bibel/LU84/LUK.1.46-LUK.1.55

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